Johannes Leitner ist Managing Partner der LM Political Risk and Strategy Advisory GmbH und affiliierter Forscher am oiip – Österreichisches Institut für Internationale Politik. Er ist Experte in den Bereichen Trade-Compliance-Management, Geostrategie, politisches Risikomanagement und globale Unternehmensstrategie.
Georgiens „Re-Integration“ in den postsowjetischen Raum: Status quo und Ausblick
Die Analyse untersucht Georgiens Kurs zwischen europäischer Integration und Annäherung an Russland. Sie zeigt demokratische Rückschritte, Druck auf Opposition und Zivilgesellschaft sowie eine weiterhin pro-europäische Bevölkerung. Insgesamt bleibt offen, ob Georgien bereits in Russlands Einflussbereich „reintegriert“ ist oder sich dieser Prozess noch im Übergang befindet.
Stabilität und Resilienz der postsowjetischen Staaten in Zentralasien
Die postsowjetischen Staaten Zentralasiens gewinnen durch den Ukrainekrieg und die Sanktionen gegen Russland zunehmend an wirtschaftlicher Bedeutung für europäische Unternehmen. Trotz Wachstumschancen und politischer Stabilität bleiben autoritäre Strukturen, geopolitische Abhängigkeiten und Risiken wie schwache Rechtsstaatlichkeit zentrale Herausforderungen. Langfristig sind vor allem politische Unsicherheiten und Sicherheitsrisiken entscheidend für Engagements in der Region.
Die strategische Außenpolitik des „Georgischen Traums“ – Wessen Traum wird nach den Wahlen in Erfüllung gehen?
Die Wahlen in Georgien 2024 offenbaren eine strategische Zerrissenheit: Die Regierungspartei „Georgischer Traum“ verfolgt eine widersprüchliche Außenpolitik zwischen russischer Annäherung und europäischer Integration. Anhaltende Proteste und autoritäre Tendenzen verschärfen die geopolitische Unsicherheit des Landes.
Rückzug aus Russland. Warum sollten sie? Westliche Unternehmen in der Zwickmühle politischer Risiken.
Internationale Unternehmen stehen in Russland vor einer schwierigen Entscheidung zwischen lukrativen Geschäftsmöglichkeiten und erheblichen Risiken durch Sanktionen und Rechtsunsicherheiten. Trotz des andauernden Kriegs in der Ukraine und steigender Enteignungsgefahren bleiben viele Unternehmen im Land, da der Markt noch profitabel ist und sich durch den Rückzug der Konkurrenz neue Chancen ergeben haben. Gleichzeitig verhindern hohe Exitbarrieren und die Aussicht auf finanzielle Verluste einen schnellen Rückzug vieler Firmen.
Es geht ums Ganze: Die Ukraine als Kampfzone einer Systemkonfrontation
Die Welt von heute befindet sich in einer der größten geopolitischen Krisen seit dem Zweiten Weltkrieg. Noch scheint unklar, wo diese münden und wie die Welt von morgen aussehen wird. Die Konsequenzen der geopolitischen Konfrontation, die vordergründig in dem Krieg Russlands mit der Ukraine traurige Realität geworden sind, gehen jedoch weit über die zwischenstaatliche Konstellation hinaus.
Die Krise in Kasachstan: Frustrierte Bevölkerung und politische Machtkämpfe als politische Risiken.
Johannes Leitner und Hannes Meißner widmen sich der Frage nach politischen Risiken im Zuge beziehungsweise im Nachklang der jünsten Proteste in Kasachstan.
A1 in Belarus: Im Sog politischer Risikodynamiken
Unternehmen sind in ihrem Handeln aufs engste in den politisch-institutionellen Kontext eines jeden Landes eingebettet. Das gegenwärtig beste Beispiel hierfür liefern A1 Telekom Austria und das 100% Tochterunternehmen A1 Belarus.
Dunkle Wolken über Coop Himmelb(l)au: Public Shaming und ethische Kritik als Politisches Risiko
Das Wiener Architekturbüro Coop Himmelb(l)au steht in der Kritik, da sie auf der Krim ein Prestigeprojekt der russischen Regierung umsetzen. Hannes Meißner und Johannes Leitner zeigen anhand des Beispiels auf, welche Rolle ethische Standards und politisches Risiko dabei spielen.
Der gefährliche Trend zu autoritärer Herrschaft: Politische Risiken für Unternehmen in Orbáns Ungarn
In Ungarn zeigt sich dieser Tage – unter dem Vorwand von ‘Corona-Krisenmanagement’ – der kontinuierliche Ausbau autoritärer Staatsstrukturen besonders deutlich. Hannes Meißner und Johannes Leitner werfen einen Blick auf den damit zusammenhängenden “Wirtschaftsnationalismus” des System Orbán und identifizieren politische Risikofaktoren für internationale Unternehmen.
Chinas „Neue Seidenstraße“ im postsowjetischen Zentralasien – Was bedeutet das für Europas Unternehmen?
Chinas “Neue Seidenstraße” – ein ökonomisches Projekt von historischer Dimension. Hannes Meißner und Johannes Leitner analysieren, welche Chancen und politische Risiken für multinationale Unternehmen in den postsowjetischen Ländern Zentralasiens damit verbunden sind.
